Dorothea Brummerloh

freie Journalistin

Portraits

Stanislaw Nawka, Obdachlosenarzt (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Stanislaw Nawka ist Arzt aus Leidenschaft. Neben seiner Hausarztpraxis, macht er Notarztdienste und versorgt ehrenamtlich Obdachlose - eine 90-Stunden-Woche ist die Regel. Aber er will es so. Seit 16 Jahren fährt Stanislaw Nawka mit der rollenden Arztpraxis der Caritas ein- bis zweimal pro Woche durch Hamburg. Er versorgt Menschen ohne Versichertenkarte und ohne einen Cent für die Arztgebühr. Nawkas Motiv: Nächstenliebe. Im Dezember 2010 wurde Stanislaw Nawka mit dem Bundesverdienstkreuz für sein besonderes Engagement in der Obdachlosenhilfe gewürdigt. Dorothea Brummerloh hat den Arzt auf sein)r Tour begleitet.

Portrait Stanislaw Nawka, Obdachlosenarzt (mp3)

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Gülsen Sariergin (BR 2 „Notizbuch“)

Fünf-Sterne-Hotels und Sterne-Köche – die Sterne sagen etwas über Ausstattung und Service und erleichtern uns eine Vorauswahl. Seit geraumer Zeit gibt es das bekannte Klassifizierungssystem der Hotel-Sterne nicht nur für Restaurants und Hotels, sondern auch in der ambulanten Pflege. Gar nicht schlecht, denn schließlich nehmen allein in Deutschland eine halbe Millionen Menschen Leistungen von 11.000 ambulanten Pflegediensten in Anspruch. Die "Sterne für Pflegedienste" geben Pflegebedürftigen und Angehörigen Bewertungskriterien an die Hand, um Aufschluss über die Qualität der Pflege und der Einrichtung zu bekommen. Als Allererste in Deutschland hat "Nordsee Pflege" aus Cuxhaven / Bremerhaven alle fünf möglichen Sterne für besonders hohe Qualität und Serviceorientierung bekommen. Die "Deutsche Pflegedienst-Klassifizierung" bestätigte dem Unternehmen ein besonders hohes Qualitätsbewusstsein und eine konsequente Serviceorientierung in den Bereichen ‚Betreutes Wohnen'. Gülsen Sariergin ist die Geschäftsführerin des Unternehmens. 
Dorothea Brummerloh hat sie besucht.

Gülsen Sariergin (mp3)

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Tamara Klivadenko, Sängerin an der Bremer Oper (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Wann waren Sie eigentlich das letzte Mal in der Oper? Schon lange her? Warum eigentlich? Na ja, ... Langweilig wird es auf keinen Fall: auf der Bühne werden junge Mädchen entführt, Monster getötet, Intrigen geschmiedet, manche Liebe endet gar tragisch- alles Dinge, die sie auch in einen guten Film erwarten würden. Und sogar die altbekannten Märchen sind auf der Opernbühne anders. „Hänsel und Gretel“ zum Beispiel: Da verbirgt sich hinter der Hexe ein Mann und auch der Hänsel ist bei genauerem Hinschauen und- hören kein Junge. An der Bremer Oper steckt unter der rothaarigen Perücke des Hänsel Tamara Klivadenko. Seit 2007 ist russische Sängerin als Mezzosopranistin in verschiedenen Operninszenierungen am Goethetheater zu sehen. Mezzosopran- laut Lexikon eine Stimme zwischen Alt und Sopran, gekennzeichnet durch eine Fülle an Tönen in der Mittellage und durch ein dunkles Timbre...

Tamara Klivadenko (mp3)

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Juan Orozco, Bariton (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

In Nabucco hat der Komponist Giuseppe Verdi alles vereint, was eine Oper so haben muss: Eifersucht, Hass, Sehnsucht, Liebe und Wahnsinn, aber auch Entwurzelung, Intrigen und Einsamkeit. Es ist die Geschichte der Zerstörung des ersten jüdischen Tempels und der anschließenden Verschleppung des Volkes in die babylonische Gefangenschaft in der Zeit von König Nebukadnezar. An die Geschichte aus dem Alten Testament kann man sich oft nicht mehr erinnern, vielleicht aber an den Namen Nebukadnezar. Im Religionsunterricht wird er von Jugendlichen meist kurz und lässig Nebu genannt. Im Italienischen, der Sprache in der die Verdioper gesungen wird, heißt Nebukadnezar Nabucco. Mit der Rolle des babylonischen Königs Nabucco gab Juan Orozco seinen grandiosen Einstand am Theater Bremen. Kritiker schrieben: Orozco ist Nabucco.
Dorothea Brummerloh hat sich das angehört.

Juan Orozco (mp3)

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Yasir Khalaila, Chef einer Kleinkunstbühne (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Nazareth, eine mittlere Stadt im Norden Israels. Jesus von Nazareth wurde dort in einem Stall geboren, hier fand die Verkündigung des Herrn statt – das ist aus der Weihnachtsgeschichte hinlänglich bekannt. Heute ist Nazareth eine moderne Stadt, in der 55. 000 überwiegend muslimische und christliche Israelis leben. In Nazareth lebt laut Statistik die größte Gemeinschaft israelische Araber und Palästinenser. Hier wurde auch Yasir Khalaila geboren. Vor 16 Jahren zog er in die Welt. Nicht, um das Evangelium zu verkünden, sondern um Molekularbiologie und Genetik zu studieren.
Was daraus geworden ist, hat Yasir Khalaila Dorothea Brummerloh bei einem Treffen in Hannover erzählt.

Yasir Khalaila (mp3)

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Haiou Zhang - Ein aufgehender Stern am Klavierhimmel (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Im Reich der Mitte boomt es: China gilt als die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und wird, wenn das Wachstum so weiter geht, in 2 Jahren größer sein als die deutsche. Auch die Tourismusbranche wächst und spätestens seit Lang Lang wissen wir, dass China kulturell noch mehr zu bieten hat als die große Mauer und die Terrakotta - Armee des ersten chinesischen Kaisers. Einer, der mit Lang Lang auf dem Konservatorium in Peking war und so langsam aus dem Schatten seines berühmten Landsmann tritt ist Haiou Zhang. Er ist seit 2002 Meisterschüler an der Musikhochschule Hannover und fest gewillt, die Konzertsäle zu erobern. Trotz seiner Jugend hat er sich schon ein gewaltiges Repertoire erarbeitet. Selbst Kritiker können sich seines Tastenspiels nicht entziehen und urteilen: "Pranke eines Löwen, der Oktavsalven abfeuern kann, dass einem Angst und Bange wird - Wahnsinn!".
Urteilen Sie selbst.

Link: Haiou Zhang

Haiou Zhang (mp3)

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Der ghanaische Maler Kwesi Owusu-Ankomah (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Mit Afrikanischer Kunst verbindet man oft einfach nur eine handgeschnitzte Elfenbeinfigur oder eine mit Ziegenfell bespannte, buntbemalte Trommel – einheimische Kunst eben. Das ist die eine Seite. Afrikanische Kunst sind aber auf der anderen Seite auch die supermodernen Bilder, bei denen sich die Kunstkenner in der Auktionshäusern überbieten und für die die Kunstkritik nur lobende Worte findet. Afrikanische Künstler sind gefragt, weil sie neue Wege gehen. In ihrer Kunst mischen sie meist Tradition und Moderne. Owusu -Ankomah ist einer, der sich selbst als Weltkünstler bezeichnet, als Mensch zwischen den Welten.
Dorothea Brummerloh hat ihn in seinem Bremer Atelier getroffen.

Link: Kwesi Owusu-Ankomah

Kwesi Owusu-Ankomah (mp3)

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Ich wollte immer die Beste sein“ - Polina Semjonowa (Deutschlandradio Kultur)

Tanzen, Ballett tanzen ist eine richtig anstrengende Angelegenheit, ein Knochenjob und wenn schon kleine Mädchen die Mühen des Trainings auf sich nehmen, dann hoffen sie natürlich irgendwann mal groß raus zu kommen mit Sprüngen und Pirouetten. Für Polina Semjonowa ist dieser Traum wahr geworden.
Dorothea Brummerloh stellt den neuen Star der Berliner Ballettszene vor.

Link: Polina Semjonowa

Polina Semjonow (mp3)

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Der Satiriker Osman Engin (Deutschlandradio Kultur „Radiofeuilleton“)

Osman Engin kann sich über mangelnde Resonanz nicht beklagen. Seine Bücher genießen hierzulande einen gewissen Kultstatus. In seinen Satiren nimmt er die Verhaltensweisen von Deutschen und Türken im alltäglichen Leben aufs Korn. Prompt wird er von den Deutschen missbilligt, weil er die Türken kritisiert und von den Türken umgekehrt. Von den Rechten wird er als Links verschrien und von den Linken als Rechts. Der in Bremen lebenden Deutsch-Türke sagt dazu einfach: Kritiker sollen kritisieren - er schreibe einfach nur.
Dorothea Brummerloh hat Osman Engin getroffen

Link: www.osmanengin.de

Osman Engin (mp3)

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Der „Pinguinforscher“ Prof. Dr. Dr. Victor Benno Meyer- Rochow (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Pinguine stoßen ihren Kot mit einer Kraft aus, die dem Luftdruck von Autoreifen entspricht. Und deshalb schießen Pinguine und lassen ihren Kot nicht einfach fallen. Das hat Professor Victor Meyer - Rochow von der Internationalen Universität Bremen herausgefunden. Dafür bekam er von der Harvard - University den IgNobel - Preis für die Dynamik von Flüssigkeiten. Was ist das für ein Mensch, der sich mit solchen Dingen beschäftigt.
Dorothea Brummerloh hat sich mit dem Wissenschaftler Meyer-Rochow getroffen.

Link: www.meyer-rochow.com/

Meyer-Rochow (mp3)

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Uche Nduka - ich will nicht still sein (Radio Bremen / Funkhaus Europa)

Er veröffentlicht Bücher, schreibt Gedichte und macht regelmäßig Lesungen. Außerdem lehrt er an der Bremer Universität und arbeitet für Kultur- und Politmagazine in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Er bezeichnet sich selbst als Bremer, obwohl man es ihm ansieht, dass er hier nicht seine Wurzeln hat. Er ist ein Kosmopolit, der sich in keine Schublade stecken lässt.

Uche Nduka (mp3)

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Komponistin Younghi Pagh-Pann (Deutschlandradio Kultur „Ortszeit“)

Sie ist Gegenstand in Forschungsarbeiten über Musikerinnen und Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie zählt zu den bedeutenden, international anerkannten zeitgenössischen Komponistinnen. Ihre Werke erklangen bei vielen renommierten internationalen Festivals neuer Musik. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Und sie ist die erste Lehrstuhlinhaberin für Komposition - die Rede ist von Professorin Younghi Pagh-Paan. Wer ist diese Frau, die keinen Wert auf den Titel und Etikette legt, für die die Deutschen am Anfang mit ihrem Hang zum diskutieren unheimlich waren und die am liebsten nach der Pensionierung Kinder in Komposition unterrichten möchte?
Dorothea Brummerloh hat die Komponistin in ihrer Bremer Wohnung in der Parkstraße besucht.

Link: www.pagh-paan.com

Yuonghi Pagh-Pann (mp3)

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