Dorothea Brummerloh

freie Journalistin

Über mich

Dorothea auf der Loriot-CouchVor 50 Jahren wurde ich als viertes und letztes Kind einer sehr toleranten Familie geboren und wuchs behütet von Eltern, Geschwistern, Tanten, Onkeln und Großeltern in einem richtigen Mehrgenerationenhaus auf. Das war nicht immer einfach, aber als Jüngste hat man so seine Privilegien. Das behaupten zumindest meine älteren Geschwister. Na ja, vielleicht haben sie auch ein bisschen Recht. Auf jeden Fall hatte ich alle Freiheiten, die ich brauchte und konnte vieles ausprobieren: Fußball, Leichtathletik, Zeichnen, Trompete … Judo.

Sport war das Einzige, was mich über eine längere Zeit faszinieren konnte. Nirgendwo konnte ich mich so gut austoben und meinen Bewegungsdrang ausleben. Heute würde ich dafür wohl „Ritalin“ bekommen. Auf jeden Fall hat Judo so viel Spaß gemacht, dass ich 4mal in der Woche zum Training gegangen bin, mich geschunden habe und erfolgreich war. Hätte so weiter gehen können, doch ein blöder Sportunfall beendete den Traum.

Mein Opa hat gesagt, dann lernst Du nach dem Abi eben was Anständiges. Heißt: Agrotechniker/ Mechanisator – kurz Treckerfahrer. Schnell habe ich begriffen, dass man auch im Winter und bei Regen raus muss und das dies alles so gar nichts mit der wildromantischen Vorstellung vom Landleben zu tun hatte. Was blieb nach einer solchen Erkenntnis übrig? Studieren – natürlich Agrarwissenschaften. Hat richtig Spaß gemacht, nur ging der Betrieb pleite und ich kam in eine Sinnkrise.

Leider ergriff mich dann das Helfervirus, gegen das man nichts machen kann: also Krankenschwesterlehre, Fachschwesterausbildung und danach einige Jahre schuften im 3-Schicht-System.

Irgendwann war ich dann von dem Virus geheilt und ging zurück zu den Agrarwissenschaftlern. Habe eine Zeit lang Sortenversuche betreut und Versuchsberichte verfasst, die eher feinsinnigen Prosa glichen und nicht der Aufzählung von Sorteneigenschaften. Und da hatte ich endlich mein „Ding“ gefunden: ich wollte schreiben, berichten, Neues verkünden. Also bin ich noch mal zur Schule, diesmal auf eine Journalistenschule. Und dort habe ich den Hörfunk entdeckt - ein faszinierendes Medium! Was haben wir im Unterricht für Klangerlebnisse mit Tönen, Stimmen und Geräuschen erschaffen!!! Völlig klar, dass ich danach zur „Kultur“ wollte, Features und Hörspiele machen. Leider gibt es bei der ARD dafür zu wenig Sendeplätze und so habe ich mir meine Nische gesucht: Medizin und Gesundheit. Ich versuche Fachchinesisches in Verständliches zu übersetzen und radiogerecht aufzubereiten. Vielleicht hat der eine oder andere das schon im NDR, WDR, SWR und BR gehört.