Dorothea Brummerloh

freie Journalistin

Sendungen___

2017-12-19 00:00:00

Japan - Harmonie zwischen einst und jetzt (DLF „Sonntagsspaziergang“)

Denkt man an Japan, fallen jedem sofort ein paar Sachen ein, die dazugehören: Sushi, Kirschblüte und Fudschijama. Japan ist aber auch ein Land der Gegensätze, nicht nur in der Natur, wo man neben Hochgebirgen, flache Tiefebenen findet, wo Vulkane und heiße Quellen existieren, man an weiten Sandstränden, aber auch in tiefen Wäldern unterwegs sein kann – in der Rikscha genauso wie mit dem Shinkansen. Die Menschen lieben J-POP, Mangas genauso wie die Teezeremonie und das Blumenstecken. Die zugrundeliegende Philosophie der Zeremonien steht dem Zen nahe. Und während die großen Tempel in den Städten dem Kommerz dienen, findet man auf dem Land, weit abgelegen noch Zen -Klöster, wo die Bewohner als Klo noch ein Loch im Fußboden als Klo akzeptieren und nicht wie in den Großstädten ein Hightech –Gerät benötigen.

Japan - Harmonie zwischen einst und jetzt (mp3)

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Die älteste protestantische Gemeinde Japans (Deutschlandradio Kultur „Religionen“)

Die älteste protestantische Gemeinde Japans

Seit der Entstehung des japanischen Reiches gab es stets mehrere Religionen, die aufeinander einwirkten und sich auch vermischten. Die wichtigsten sind der stark vom sibirischen Schamanismus beeinflusste Shintō und der Buddhismus. Daneben findet man Einflüsse des chinesischen Daoismus und Konfuzianismus. Das Christentum spielte in der Geschichte Japans eine untergeordnete Rolle. Portugiesische Seefahrer brachten es im 16. Jahrhundert nach Japan. Aber bereits im 17. Jahrhundert sagte man der neuen Religion wieder den Kampf an und ließ ihre Verfechter verfolgen und hinrichten. Mit der Öffnung des Landes 1868 kam auch die Religionsfreiheit nach Japan. Heute gibt es in Japan 7.000 christliche Gemeinden, die älteste davon ist die Evangelische Kirchengemeinde in Kobe.

Die älteste protestantische Gemeinde Japans (mp3)

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Am Ort des unverfälschten Zen: Buddhismus im japanischen Kloster Antaiji (SR2 "Hörstoff")

Für viele Menschen sind Dinge wie Liebe, Geld oder allgemein Erfolg hohe Ziele im Leben, denen sich vieles unterordnen muss. Wonach suchen wir aber wirklich?

Der Philosoph und Japanologe Olaf Nölke ist Abt des buddhistischen Zen-Klosters Antaiji und sagt: Je mehr wir uns anstrengen, glücklich zu sein, desto weniger verstehen wir, was Glück ist. Nicht die Schriften erlösen uns, auch nicht Gott oder Buddha, sondern die eigene Praxis, die eigene tägliche Übung.

Dazu dient im Zen-Buddhismus vor allem Zazen, die Meditation, aber auch Feld- und Waldarbeit, Kochen, Bad und putzen.

Buddhismus im japanischen Kloster Antaiji (mp3)

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Im Land der Hundertjährigen (rbb Kulturradio - „Kulturtermin“)

In Japan wie in der Bundesrepublik ging man lange davon aus, dass künftige Generationen ausreichend nachwachsen, um die Sozialsysteme zu finanzieren. Doch niedrige Geburtenraten und die steigende Lebenserwartung führten in Japan dazu, dass bereits heute ein Viertel der Einwohner 65 Jahre alt ist oder älter. Zieht man die Todesfälle von den Geburten ab, verlor das Land allein im vergangenen Jahr 284 772 Einwohner. Bis 2060 wird sich das 127-Millionen-Volk voraussichtlich auf 87 Millionen verkleinern. Was ein solcher demografischer Wandel bedeutet, kann man in Japan heute schon sehen.

Das Land der Hundertjaerigen (mp3)

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